Filme mit dem Handy drehen
Wer bereits über ein Handy mit einigermaßen großem Farbdisplay, aber noch ohne Kamera verfügt, wird damit bald nicht nur fotografieren können, sondern auch filmen. Die ersten Aufsteckmodule sind offenbar reif für einen rasch wachsenden Markt, 2007 sollen pro Jahr 170 Millionen Kamerahandys abgesetzt werden.
Das kanadische Unternehmen Atsana Semiconductor hat ein serienreifes Modul entwickelt, das neben gut aufgelösten Standbildern [1,3 Megapixel] auch die Videoformate MPEG4 und H.263 Video beherrscht. Das gute Stück soll nicht nur auf bereits existierende Handys passen, sondern auch sparsam im Stromverbrauch sein.
Was drinnen werkt und prozessiert
Für ein ausgewogenes Verhältnis von Performance und
Stromverbrauch wird der selbst entwickelte J2210-Media-Prozessor
sorgen. Es handelt sich dabei um ein System-on-a-chip-Design, das
Atsanas patentierten Array-Prozessor mit einem ARM9 RISC [embedded]
kombiniert.
Mehr über den ProzessorSpeicherplatz, Kosten
In der Produktbeschreibung nicht aufgeführt ist allerdings die Größe des vorhandenen Speicherplatzes, der bei Mobilgeräten nun einmal ein erfolgskritischer Parameter ist. Auch über Schnittstellen schweigt man sich noch aus, außer, dass es eine serielle gibt. Ein angestrebter Endpreis für den Verbraucher wurde nicht genannt.
Die "Megapixel Mobile Phone Video Camera" [MMPVC] sei marktreif, versichert Alex Leupp, Präsident und CEO des kanadischen Herstellers. Die Vermarktung der Megapixel-Handycam soll nicht über den Einzelhandel, sondern über die Produzenten von Handys bzw. der Acessoires laufen.
Dafür bietet Atsana den Herstellern ein komplettes "Manufacturing Kit" mit Hard- und Software-Plänen und Bauteillisten zur eigenen Serienmontage des MMPVC-Moduls an.
Das Zweikamerahandy von NEC, der letzte Schrei auf dem japanischen Gadget-Markt, unterhält ein 2,2-Zoll-TFT-Farb-Display, dessen Stromverbrauch sich freilich auf die Gesprächszeit schlägt. Mit einem Akku kann man gerade 140 Minuten telefonieren.
Das gute I-Mode-Stück
