18.01.2003

FREEBIRD

Bildquelle: fuZo

Neues Keyboard-Layout von A4tech

Mit der "Freebird"-Tastatur bringt der taiwanesische Hersteller von Eingabegeräten und Lautsprechern A4tech ein neues Tastatur-Layout auf den Markt.

Die auffallendste Besonderheit: der Nummernblock ist links. Außerdem sind die einzelnen Tasten des Keyboards nicht rechtwinkelig sondern schräg angeordnet.

Die futureZone hatte die Gelegenheit, das Keyboard, das drahtlos mit dem PC kommuniziert und mit einer optischen Maus [Auflösung 800 DPI] ausgeliefert wird, zu testen.

Der Profi

Während die schrägen Tasten dem geübten Tipper keine Mühe machten, war die Anordnung des Ziffernblockes links zwar etwas gewöhnungsbedürftig und verlangsamte anfangs die Zifferneingabe etwas, verkürzte aber tatsächlich den Griff zur Maus.

Deutlich schwerwiegender war die mit der Umgestaltung des Layouts einhergegangene Verschiebung der Escape-Taste sowie der "kleinen Entertaste" am Ziffernblock. "Esc" ist nun nicht mehr ganz links oben, dort findet sich die heutzutage wohl am wenigsten genutzte "Druck"-Taste. Ganz rechts unten ist nun eine Pfeiltaste.

Der erfahrene Freizeituser

Also wurde eine computererfahrene Userin ausfindig gemacht, die ihren PC hauptsächlich in der Freizeit nutzt.

Bei der Nutzung machte sie nach subjektivem Eindruck weniger Tippfehler, was sie der schrägen Form der Tasten zuschrieb. Man würde deutlich seltener zwei Tasten gleichzeitig treffen, meinte sie.

Gleichzeitig war sie aber über die Größe der Feststelltaste verärgert. Diese sei viel zu groß, deutlich größer als die Shift-Taste, und würde deshalb oft irrtümlich aktiviert.

Das zentrale Feature, die Platzierung des Ziffernblocks auf der linken Seite des Keyboards, empfand die Testperson als "sehr praktisch". Man würde nun diese Tasten tatsächlich gebrauchen, was bisher kaum der Fall gewesen sei.

Disclaimer

Die in diesem Artikel dargestellten Meinungen sind subjektive Eindrücke des Autors und eventuell weiterer Testpersonen aufgrund nichtstandardisierter Tests beziehungsweise Anwendungsversuche.

Fazit

"Automatisch" arbeitende Hardcore-User werden sicher länger für die Umgewöhnung benötigen. Wenn man aber täglich viele Ziffern eingeben muss, kann sich das neue Layout durchaus bezahlt machen, da die gleichzeitige Mausnutzung und Zifferneingabe möglich ist.

Ob sich das durchaus neue Layout am österreichischen Markt bewähren darf, hängt wohl vom Ausgang der Verhandlungen mit den großen Händlerketten ab. A4tech-Austria-Chef Dunzendorfer steht nach eigenen Angaben in Verhandlungen mit Media Markt und Niedermeyer.