Vista: Harte Gangart gegen Schwarzkopien
Nicht lizenzierte Versionen des neuen Windows-Betriebssystems Vista sollen zahlreichen Einschränkungen unterworfen werden.
Microsoft will künftig verstärkt gegen den nicht lizenzierten Gebrauch seiner Software vorgehen. Das sollen bereits Nutzer des für Jänner 2007 erwarteten neuen Microsoft-Betriebssystems Windows Vista zu spüren bekommen.
So soll bei nicht lizenzierten Versionen der Software der Zugang zu einigen Features des Betriebssystems, etwa der neuen grafischen Oberfläche Aero, nicht möglich sein, kündigte Microsoft-Produktmanager Paul Lindemann am Mittwoch in Seattle an.
30 Tage Frist
Sollte das Betriebssystem nicht innerhalb von 30 Tagen gekauft werden, sind weitere Einschränkungen geplant.
Dokumente vom Desktop sollen sich dann ebenso wenig öffnen lassen wie das E-Mail-Programm Outlook. Lediglich auf den Web-Browser kann für den Zeitraum einer Stunde zugegriffen werden.
Sicherheits-Updates sollen jedoch auch für nicht lizenzierte Vista-Versionen ausgeliefert werden, sagte Lindemann.
Microsoft hat auch seine Technologie zum Aufspüren von nicht lizenzierten Versionen seiner Software verbessert. Künftig soll diese auch bei anderen Microsoft-Produkten zum Einsatz kommen, kündigte Lindemann an.
Kopien als Einstiegsdroge in die Windows-Welt
Zwar kämpft Microsoft offiziell gegen Software-Piraterie an, doch Kritiker unterstellen dem Konzern eine hintergründige Geschäftsstrategie. Ähnlich wie bei Drogendeals sei die erste Dosis Windows gratis und dann könne man nicht mehr aufhören, so der Vorwurf.
(futurezone | AP)
