Handy keine "Ersatzdroge" für Zigaretten
Nachdem britische Forscher der Universität in Manchester die Vermutung aufgestellt hatten, dass Jugendliche neuerdings nicht mehr zur Zigarette sondern zum Handy greifen, um ihren Status und ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu demonstrieren, widersprechen finnische Wissenschaftler nun dieser Theorie.
Die beiden Studien
Die britischen Wissenschaftler begründeten ihre Theorie mit der
Feststellung, dass das Rauchen unter Jugendlichen in den letzten
Jahren abgenommen, die Handy-Nutzung aber rapide zugenommen hätte.
Die Teenager könnten sich nicht beide Leidenschaften leisten,
außerdem würde das Handy langsam die Zigarette als Ausdruck von
Individualität und Geselligkeit bei Heranwachsenden ablösen.
"Decline in smoking with rise in mobile phone ownership"
"Mobile phone use has not replaced smoking"Zusammenhänge?
Nach einer Studie an rund 9.000 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren kommen die Finnen zu dem Schluss, dass Handys für Jugendliche keine "Ersatzdroge" sind, die anstelle des Rauchens getreten ist.
Im Gegenteil, gerade die Jugendlichen, die ihre Handys exzessiv nutzten, rauchten auch am meisten, fanden Leena Koivusilta von der Universität Turku und ihre Kollegen in ihrer statistischen Analyse heraus.
