16.01.2003

AUFWIND

Bildquelle: One

One schreibt schwarze Zahlen

Der drittgrößte heimische Mobilfunkanbieter One hat den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft.

Mit einem Betriebsergebnis von plus 0,7 [2001: minus 53,4] Mio. Euro hat das Unternehmen 2002 erstmals Gewinne geschrieben.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen [EBITDA] verdoppelte sich von 77 auf 154,9 Mio. Euro. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 619,7 Mio. Euro.

One-Chef Jorgen Bang-Jensen sprach von einem "exzellenten Jahr 2002". Das Unternehmen habe damit die eigenen Erwartungen übertroffen.

"Finanzieren uns selbst"

"Wir finanzieren uns selbst", betonte One-Finanzchef Christian Schrötter. Auch die Zahl der Kunden sei dank eines guten Weihnachtsgeschäfts im vergangenen Jahr um rund 50.000 auf über 1,6 Mio. Kunden [1,348 Mio. Mobil, 140.000 Festnetz, 140.000 Internet] gestiegen.

Marktanteil von 21 Prozent

One hat damit auf dem Mobilfunkmarkt einen Marktanteil von 21 Prozent. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde [ARPU] liege dabei mit 35 Euro bereits auf dem Niveau des Marktführers Mobilkom, so Schrötter.

Für 2003 hofft Bang-Jensen, dass es "noch lustiger" wird. Markantestes Ereignis wird auch bei One der Start der dritten Mobilfunkgeneration UMTS sein. Allerdings, betonte Bang-Jensen, sei es "noch ein weiter Weg" bis zum UMTS-Start.

Derzeit wird das neue Netz gerade von Mitarbeitern getestet. Kommerziell starten will One mit UMTS im dritten Quartal 2003.

"Smart Space" eröffnet Ende Jänner

In rund zwei Wochen eröffnet One seinen "Smart Space", das neue Zuhause der Abteilung "Future One". In einem Dachgeschoß-Loft im ersten Wiener Gemeindebezirk wird die Wohnungs- und Arbeitswelt der Zukunft erforscht - mit deutlichem Schwerpunkt in Richtung Kommunikation und Vernetzung.

Der Smart Space soll Besuchern Prototypen zum Anfassen und dezent integrierte Raumsteuerungen, die über Handy und Laptop bedienbar sind, bieten. Anhand realer Wohnszenarien sollen "zukünftige mobile Anwendungen für die Kunden rechtzeitig erkannt werden", so One.

Noch heuer will One den Wiederverkäufer Tele2 ins Netz bringen - und zwar mit der Vorwahl "0688" als so genannter "virtueller Netzbetreiber" [MVNO]. Die Telekom-Control-Kommission hat das ursprünglich verweigert, bei One geht man jedoch von bald geänderten Prämissen aus.

Durch die Rufnummernportabilität erwartet sich One einen weiteren "Kick" im Business-Bereich. Mittelfristig zeichnet sich auch ein Veränderung in der Eigentümerstruktur von One ab. Mehrheitseigentümer E.ON gilt seit längerem als Ausstiegskandidat.