Musikindustrie kämpft gegen Piraten
Die deutsche Musikindustrie will den Kampf gegen Piraterie im Internet nicht aufgeben.
"Kriminalität ist nicht komplett zu vermeiden. Man muss aber auf den Abschreckungseffekt setzen", sagte Hartmut Spiesecke vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft heute in Hamburg.
Illegale Musikangebote im Internet würden weiterhin konsequent verfolgt. Wer Musik anbiete, ohne die Rechte erworben zu haben, verstoße gegen das Urheberrechtsgesetz und müsse mit Schadenersatzforderungen rechnen.
Richtigstellung der RIAA-Aussage
Die deutsche Plattenindustrie wolle damit eine Aussage des
Vorsitzenden des US-amerikanischen Musikverbands [RIAA], Cary
Sherman, richtig stellen, die laut Spiesecke falsch interpretiert
worden sei. Sherman hatte in einem Interview mit BBC Online gesagt,
die Musikindustrie könne illegale Angebote nicht komplett aus dem
Internet drängen und wolle nur ihr weiteres Ausbreiten verhindern.
Illegale Musik-Downloads nicht zu verhindernIn der Vergangenheit hatte die RIAA verschiedene Musiktauschbörsen mit Urheberechtsklagen in Millionenhöhe überzogen. So musste die einst populäre Tauschbörse Napster nach einer gerichtlichen Niederlage aus dem Netz gehen.
