13.01.2003

DEAL

Bildquelle: Vodafone

Mobilkom profitiert von Vodafone

Die gemeinsame Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen ist der wichtigste Pfeiler der in der Vorwoche bekannt gegebenen Kooperation zwischen dem weltgrößten britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone und dem heimischen Mobilfunk-Marktführer Mobilkom Austria.

Zu diesem Schluss kommt die Bank Austria Creditanstalt [BA-CA] in ihrem wöchentlichen österreichischen Aktienmarkt-Kommentar.

Dieser Aspekt der Zusammenarbeit würde es der Mobilkom erlauben, von der Innovationsrate Vodafones und dem schnellen Know-how-Transfer zwischen den beiden Unternehmen zu profitieren.

Auch Roaming betroffen

Die Vorteile für Mobilkom seien zwar schwer zu quantifizieren, der Mobilfunkbetreiber werde aber von den Synergien durch Kosteneinsparungen profitieren können, so die BA-CA weiter. Die Kooperation - sie bezieht sich auf Österreich, Slowenien und Kroatien

Mutter TA wird mit 10,5 Euro Kursziel bewertet

Vodafone-Kunden werden in der Lage sein, die Netzwerke von A1 in Österreich, VIPnet in Kroatien und Si.mobil in Slowenien zu nutzen. Für die Mobilkom bedeute das ein erhöhtes Roaming, jedoch zu geringeren Tarifen, da Vodafone den so genannten Eurocall anbietet, der nicht höher als 0,80 Euro betrage. Mobilkom hat bereits für das erste Halbjahr 2003 neue Roaming-Tarife angekündigt.

Der Vorteil der Kooperation liege klar bei Mobilkom, weshalb die BA-CA auch einen Nettogeldabfluss von der Mobilkom annimmt. Die Mobilkom-Mutter Telekom Austria wird mit "Kauf" und Kursziel 10,5 Euro eingestuft.