Aufmerksamkeits-Ökonomie bei Ebay
Ein Mann hat in den USA bei Ebay seine vierköpfige Familie zur "Versteigerung" angeboten. Als Mindestangebot für Vater, Mutter und zwei minderjährige Kinder nannte er fünf Millionen USD.
Dafür würde der Meistbietende zwar natürlich nicht das "Eigentum" erlangen, aber doch gewisse Rechte, führte er in seinem unter der Kategorie "Dienstleistungen" gestellten Angebot aus:
Die Familie würde auf Wunsch den Nachnamen des Finanziers annehmen, ihn in ihr Leben einbinden und regelmäßig Geburtstagskarten, Familienvideos und Fotos senden. Auch Einladungen zum Essen seien inkludiert.
Kalifornische Kleinstadt bei Ebay ersteigernAufmerksamkeits-Ökonomie
Darüber hinaus versprach der Anbieter, alle von ihm geschriebenen Werke in Zukunft dem neuen "Patron" zu widmen.
Zur Verwirklichung des ungewöhnlichen Geschäfts kam es jedoch nicht. Ebay zog die Anzeige auf Grund eines Verstoßes gegen die Geschäftsbedingungen zurück. Der Online-Auktionator verbiete nämlich das Angebot von Menschen bzw. von menschlichen Teilen.
Steve Young, der einfallsreiche Familienvater, erläuterte seine Initiative unterdessen folgendermaßen: Eigentlich suche er nur einen Job. Die Auftragslage für Texter von Fernsehbeiträgen, sein eigentlicher Brotberuf, sei nämlich nicht rosig. Immerhin hätten durch das Angebot tausende Neugierige seine Website besucht.
