11.01.2003

USA

Bildquelle: PhotoDisc

Plattenlabels erstatten Geld zurück

Im September vorigen Jahres einigten sich fünf US-Plattenlabels und drei große Musikhandelsketten in einem Rechtsstreit mit einigen US-Bundesstaaten wegen Preisabsprachen und überhöhten CD-Preisen auf die freiwillige Zahlung von 143 Millionen USD in bar und in Form von CDs an die Konsumenten.

Über eine eigens eingerichtete Homepage können alle US-Bürger, die zwischen 1995 und 2000 entsprechend "überteuerte" Musik-CDs, Kassetten oder LPs erworben haben, seit einem Monat einen Teil ihres Geldes zurückfordern.

Zwischen fünf und 20 USD, abhängig davon wieviele Betrogene ihre Ansprüche geltend machen, sollen so pro Person ausbezahlt werden.

Erst wenige Anträge

Doch bisher haben erst knapp 300.000 US-Bürger, ein winziger Teil der Gesamtzahl, ihren Teil des Kuchens beantragt.

Eine Radio-Kampagne soll nun mehr Menschen auf die Rückforderungsmöglichkeit aufmerksam machen. Die Antragsfrist läuft noch bis 3. März 2003.

Nicht einmal die Rechnung des erworbenen Produkts ist notwendig um an die 20 USD zu kommen. Nach Beantworten von drei Fragen genügt das Ausfüllen des Formulars und schon steht man auf der "Gehaltsliste" der Musikindustrie. Pro Konsument kann nur eine Vergütung beantragt werden, egal wieviele CDs in dem Zeitraum erworben wurden.

5,5 Millionen CDs für gemeinnützige Einrichtungen

Melden sich mehr als 8,8 Mio Konsumenten für die Auszahlung des Geldes an, wird die Aktion gestrichen, da die Aussendung geringer Summen unter fünf USD zu kostspielig wäre. Die Gelder würden dann, wie auch die 5,5 Millionen Naturalien [CDs], an gemeinnützige oder öffentliche Einrichtungen gehen.