Neue Sachlichkeit anno 2010
Die Etablierung der nächsten Welle der Mobil-Kommunikation wird bis zu ihrer ersten Reifestufe als florierendes Business wohl noch bis 2010 brauchen, so lautet eine der zentralen Thesen eines neuen Buches, das im Springer Verlag erschienen ist.
Jakob Steuerer, IT-Journalist und One-Chef Joergen Bang-Jensen liefern abseits von jubelnd optimistischen und bitter pessimistischen UMTS-Spekulationen einen Beitrag zu einer neuen Sachlichkeit. Denn das aufkommende ¿Evernet¿ verlange von uns ein neuartiges, anfangs vielleicht gewöhnungsbedürftiges Lebensdesign.
Die Dritte Welle der MobilkommunikationAlways On?
Thematisiert wird das Handy als Universal-Tool, das Mobiltelefon als digitales Schweizermesser, das nicht nur als Kamera und Multimedia-Terminal sondern auch als Ausweis, Schlüssel und Kreditkarte zu gebrauchen ist.
Der Erfolg wird nicht zuletzt davon abhängen, ob es den Mobilfunkbetreibern erlaubt wird, wie eine Bank direkt Geld für bestimmte Dienste Dritter einzuheben, betonen die Autoren. Als Vorbild für das zentral abgewickelte ¿Billing¿ wird die japanische NTT DoCoMo angeführt.
Am Ende des Buches findet sich die Auffordung: ¿Switch off your handy. Now." Joergen Bang-Jensen, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Mobilunkbetreiber One und zugleich Vize-Präsident des Verbands alternativer Telekom-Netzbetreiber meint dazu: ¿Intensives Online-Sein braucht ganz sicher zur Abwechslung und als Balance die ebenfalls wunderbaren Momente des bewussten und entspannten Offline-Seins¿.
Für eine Ausstellung, die im Laufe dieses Jahres in mehreren Städten Europas und der USA Station machen wird, hat Motorola kürzlich seine Archive geöffnet. "Mobile" zeigt Handy-Modelle, Prototypen, Firmenprospekte und Werbefilme aus über sechs Jahrzehnten. In matrix führt Murray Healey, der Kurator der Ausstellung durch die Geschichte der mobilen Telefonie.
matrix - computer & neue medien
