Satelliten-Überwachung von Stromboli
Die italienische Zivilschutzagentur setzt bei der Überwachung der sehr starken vulkanischen Aktivitäten auf der mittlerweile evakuierten Insel Stromboli auf Satelliten.
Zu diesem Zweck haben der Satellitenbetreiber Eutelsat und das italienische Partnerunternehmen Alltel ein Netzwerk mit Satelliten-Terminals aufgebaut.
Das Netzwerk soll gewährleisten, dass Mitarbeiter des Zivilschutzes im Notfall sofortigen Zugriff auf Kommunikationsverbindungen haben. Anfang des Jahres war das terrestrische Netz auf der Insel durch die vulkanischen Aktivitäten komplett ausgefallen.
20 Meter hohe Flutwellen
Ende Dezember 2002 wurden durch eine starke Explosion rund acht
Millionen Kubikmeter Lavagestein vom Vulkan gelöst und stürzten ins
Meer. Dort lösten sie 20 Meter hohe Flutwellen aus, die eine
Ortschaft komplett verwüstete. Vulkan-Experten gehen davon aus, dass
der Ausbruch im Zusammenhang mit der Aktivität des Ätna steht.
Live-Webcam in Stromboli
Stromboli OnlineFrühwarnsystem
Darüber hinaus wird es als Teil eines Frühwarnsystems zur Live-Fernüberwachung der Vulkan-Aktivitäten und Veränderungen des Meeresspiegels eingesetzt.
Dafür sendet eine Boje, die rund 100 Meter vor der Inselküste gefestigt und mit Sensoren bestückt ist, laufend aktuelle Daten an ein Satellitenterminal auf der nur zwölf Quadratkilometer großen Insel.
Von dort werden die Daten via Satellit in die Zivilschutzzentrale in Rom übermittelt.
