11.01.2003

Q3 2003

Start für US-Digital-Radio mit Hindernissen

Rund 100 US-Radiostationen werden im ersten Quartal 2003 den digitalen Betrieb aufnehmen.

In 40 Radiomärkten, darunter New York, Boston, Chicago, Los Angeles und San Francisco, werde pro Sendestation zwischen 70.000 und 100.000 USD für die digitale Aufrüstung der Anlagen ausgegeben, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf das Unternehmen iBiquity.

Gleichzeitig soll der Verkauf von digitalen Radioempfangsgeräten begonnen werden.

Radio-Primus zögert

Das größte Radiounternehmen der USA, Clear Channel, wird allerdings nur acht seiner rund 1.200 Stationen digital aufrüsten: "Wir haben bessere Investitionen mit dem Kapital vor", so Bill Suffa, Vizepräsident und Finanzchef von Clear Channel. Dies gelte so lange, bis mehr digitale Empfänger am Markt sind und die Investitionen auch wieder hereinkommen.

Digitale Radiogeräte sollen zunächst nur für Highend-HiFi-Anlagen und Autoradios auf den Markt kommen.

So will es die Musikindustrie so lange nicht Copyright- und Kopierschutz-Fragen geklärt sind. Laut WSJ soll dies 2004 der Fall sein. Dann wird auch die Auslieferung der ersten Geräte mit Aufnahmefunktion erwartet.