Update peilt 2003 Turnaround an
Der angeschlagene börsenotierte Wiener Softwarehersteller Update Software will durch rigide Kosteneinsparungen und Restrukturierungsmaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2003 wieder schwarze Zahlen schreiben, sagte Update-Vorstandsvorsitzender Thomas Deutschmann am Freitag.
Darüber, ob sich auf Gesamtjahresbasis 2003 schwarze Zahlen ausgehen werden, wollte Deutschmann keine Prognose abgeben.
2003 sollen die Kosten, die 2002 noch 22 Mio. Euro betragen hatten, halbiert werden, "ohne jedoch bei der Produktentwicklung einzusparen", berichtete Deutschmann.
Mitte Dezember hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass sich die Verluste zu diesem Zeitpunkt auf mehr als die Hälfte des Stammkapitals beliefen. Update hatte Ende November 2002 das Umsatzziel nach einer Korrektur im August mit 15,5 Mio. Euro erneut nach unten revidiert. Im August war das Management noch von 19,1 Mio. Euro Umsatz ausgegangen, zuvor von 21,7 Mio. Euro. Bis September 2002 lag der Fehlbetrag bei 4,62 Mio. Euro. Zahlen zu Umsatz und Betriebsergebnis für das Gesamtjahr 2002 wollte Deutschmann heute keine bekannt geben.
"Feuer am Dach" bei UpdateWeniger Personal
Eine Kostensenkung soll vor allem durch die bereits eingeleitete Schließung der Niederlassungen in England, den USA und Dänemark, sowie die Reduktion von Sach- und Personalkosten sowie von Büroflächen erreicht werden.
Die Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, Holland, Tschechien und Frankreich würden aber weiterhin betrieben, so Deutschmann.
Bis März 2003 soll der Personalstand von derzeit 135 Mitarbeitern auf 105 Mitarbeiter weiter reduziert werden, so Deutschmann. Update hatte bereits 2001 ein Drittel seiner Mitarbeiter abgebaut.
