Microsoft soll Media-Monopol anstreben
Microsoft hat mit seiner Ankündigung einer neuen Lizenzpolitik für sein proprietäres Media-Format heftige Kritik der Konkurrenz ausgelöst.
So wirft Elliot Broadwin, CEO von iVast, das an der Entwicklung von MPEG-4 beteiligt ist, dem Softwarekonzern vor, mit seiner Preisgestaltung die Kontrolle über die Internet-Medien-Industrie erlangen zu wollen. Er sieht vor allem den Trend in der Industrie zu offenen Standards wie MPEG-2 und MPEG-4 bedroht.
iVast entwickelt und verkauft Software für das Versenden von digitalem Content über das Internet, die auf MPEG-4 basiert.
iVast-Statement"Macht und Kontrolle"
"Es geht um Macht und Kontrolle. Microsoft versucht die Kontrolle über die Medien-Industrie den Programmierern, Medienunternehmen und Netzwerk-Betreibern zu entreißen. Mit der Ausweitung des Betriebssystem-Monopols wird der Erfindergeist erstickt und der Wettbewerb ausgeschaltet", so Broadwin in einer Aussendung seines Unternehmens.
Mit seiner Lizenzpolitik unterbietet Microsoft die von der MPEG-LA, festgelegten Preise für Codecs.
Unternehmen, die auf MPEG-4 setzen, sind vor allem um die Kompatibilität der unterschiedlichen Produkte besorgt. Broadwin führt als positives Beispiel für einen gemeinsamen Standard MPEG-2 an. Sollte sich Microsoft mit seiner Windows Media Plattform durchsetzen, kontrolliert ein einziges Unternehmen den Markt, fürchtet Broadwin.
MPEG-LA
