09.01.2003

2003

Weiter Stellenabbau bei IT-Dienstleistern

Für Dienstleister der von der allgemeinen Wirtschaftsflaute arg gebeutelten Informationsbranche hat das Jahr 2002 noch versöhnlich geendet. Trotz stabiler Umsatzentwicklung im vierten Quartal sehen viele IT-Firmen aber keine Trendwende und wollen auch 2003 weiter Personal einsparen.

Wie aus der am Donnerstag vorgelegten Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung [ZEW] unter 1.200 Unternehmen hervorgeht, erzielten die Dienstleister der Informationsbranche im vierten Quartal ein auf das Gesamtjahr hochgerechnetes Umsatzwachstum von 2,1 Prozent.

"Stärker verunsichert"

Für das dritte Quartal hatten die Experten noch eine Jahresrate von 1,4 Prozent ermittelt. "Trotzdem sind die Unternehmen immer stärker verunsichert", schreibt das ZEW.

Gefragt gewesen seien vor allem Dienstleistungen von Firmen der Branchen EDV-Dienste und Vermietung, des Fachhandels für die Branche sowie in der Telekommunikation. Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer und Werbefirmen hätten deutlich schwächere Wachstumsraten vorzuweisen gehabt.

Die IT-Dienstleister rechnen der Umfrage zufolge aber nicht damit, dass die Stabilisierung der Nachfrage im konjunkturellen Abschwung schon eine Wende markiert.

Da eine Erholung weiter auf sich warten lasse, haben sie laut ZEW ihre Erwartungen für die nahe Zukunft nach unten korrigiert. Das verdeutliche auch der anhaltende Stellenabbau in dem Wirtschaftszweig. So wollen viele Firmen im ersten Quartal weiter Personal einsparen.