EU prüft Hilfe für France Telecom
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will seinem Sprecher zufolge die vom französischen Staat zugesagte Finanzspritze von neun Milliarden Euro für die angeschlagene France Telecom formell prüfen lassen.
"Der Fall ist sehr groß, ein sehr bedeutender Fall und ich glaube, jeder wird verstehen, dass Dritte Gelegenheit haben sollten, ihre Sicht bekannt zu machen", sagte Montis Sprecher Tilman Lueder am Mittwoch in Brüssel.
Die französische Regierung hatte im Dezember zugesagt, dem mit rund 70 Milliarden Euro verschuldeten ehemaligen Telefonmonopolisten für dessen Sanierung mit Milliarden unter die Arme zu greifen und die Kontrolle über den Konzern abzugeben. Bisher ist der französische Staat noch mit 55 Prozent an France Telecom beteiligt.
Keine EU-Telekom-SubventionenBeschwerden der Konkurrenz
Monti werde die förmliche Untersuchung beantragen, weil die Kommission so die Chance erhalte, miteinander konkurrierende Klagen in diesem komplexen Fall auszusortieren.
Italien und mindestens ein Wettbewerber von France Telecom hatten sich bei der Kommission beschwert. Die EU-Kommission wird nach Angaben aus Kreisen im Februar über Montis Antrag entscheiden.
