Sony lizenziert Rambus-Technologie
Sony setzt auch mit der dritten Generation der Spielekonsole Playstation auf Technologie von Rambus.
Der Elektronikkonzern hat Lizenzen für die unter den Codenamen "Yellowstone" und "Redwood" entwickelten Schnittstellentechnologien erworben.
Auch mit Toshiba hat Rambus Lizenzabkommen geschlossen. Toshiba will die Technologien laut Senior Vice President Takeshi Nakagawa in die kommende DRAM-Speichergeneration integrieren, berichtet die "Computerwoche".
Hohe Transferraten
Redwood ist ein Prozessorbus, über den sich unterschiedliche
Chips parallel schalten lassen. Die Schnittstelle ist nach Angaben
des Herstellers rund zehn Mal schneller als herkömmliche
Bustechnologien. Yellowstone sorgt für die Kommunikation zwischen
Prozessor und Speicher, dabei sollen sich Datentransferraten von 3,2
bis 6,4 GHz realisieren lassen.
RambusYellowstone und Redwood sollen außerdem in einer integrierten CPU zum Einsatz kommen, die Sony und Toshiba gemeinsam mit IBM unter dem Codenamen "Cell" entwickeln. Die Super-CPU, die voraussichtlich bis Anfang 2005 fertig gestellt wird, vereint neben der zentralen Recheneinheit mehrere Prozessoren, zum Beispiel für Grafik-, Audio- und Kommunikationsfunktionen, auf einem Siliziumträger. Sie wird nach Angaben der Entwickler bis zu eine Billion Rechenschritte pro Sekunde ausführen können - 100 Mal mehr als ein mit 2,5 Gigahertz getakteter Pentium 4.
Die Lizenzkosten für Yellowstone und Redwood liegen laut US-Berichten bei 28 Millionen USD für 18 Monate. Im Rahmen der Cell-Entwicklung kann IBM auf die von Sony und Toshiba erworbenen Lizenzen zugreifen, ohne eigens Verträge mit Rambus schließen zu müssen.
