Bwin wehrt sich gegen Werbeverbot

Deutschland
30.09.2006

Der heimische Online-Wettanbieter bwin will das Land Bremen wegen eines Werbeverbots für Werder Bremen verklagen.

Der deutsche bwin-Direktor Jörg Wacker kündigte in der "Welt am Sonntag" eine Staatshaftungsklage plus Schadenersatzforderung in Millionenhöhe an: "Wir tun das, weil uns ein unmittelbarer Schaden entstanden ist."

In dem Konflikt um die Lizenzen privater Wettanbieter in Deutschland wird damit erstmals ein Bundesland juristisch angegriffen.

"Dieses Verfahren wird einen Mustercharakter haben", meinte Wacker. "Gewinnen wir, werden wir in anderen Bundesländern ähnlich vorgehen."

Der Klage voraus ging ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Bremen, das dem an der Wiener Börse notierten Unternehmen die Werbung als Sponsor des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen untersagt hatte. Seitdem darf Werder bei Heimspielen nicht mehr mit dem bwin-Logo auf dem Trikot auflaufen, obwohl das Unternehmen dafür jährlich rund sechs Millionen Euro zahlt.

Imageschaden befürchtet

Der Schaden setze sich vor allem aus entgangenen Sponsorenleistungen und beträchtlichen Verfahrenskosten zusammen, sagte Wacker, der aber auch immaterielle Auswirkungen beklagte: "Es schadet uns natürlich, wenn der Markenname bwin immer wieder mit dem Wort illegal in Verbindung gebracht wird. Denn wir haben ein legales Produkt mit einer legalen Lizenz. Wenn jemand etwas anderes behauptet, gehen wir dagegen vor."

(APA | AP)