Wer zum Mars fliegt, liegt
Die Freie Universität Berlin will die Wirkung eines Mars-Fluges auf den Menschen testen. Man hat sich vorgenommen, die Auswirkungen extrem langer Schwerelosigkeit zu untersuchen. Vom 8. Januar an können sich junge männliche Probanden für einen Langzeittest bewerben, teilte die Hochschule am Samstag mit.
Eine Reise zum roten Planeten, der in seiner größten Annäherung etwa 55 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, würde zwei Jahre dauern.
Dabei sollen sich die Probanden acht Wochen lang fast bewegungslos in einem Bett aufhalten. Beobachtet werden dabei Kreislaufverhalten, Muskelschwund und Knochenbrüchigkeit, die sich unweigerlich einstellen.
Die Website des Zentrums für Muskel- und Knochenforschung [ZMK] am Universitätsklinikum Benjamin Franklin, enthält zwar keine Online-Anmeldeformular, wohl aber ein
ImpressumKnochenbrüche bei Gehversuchen
Um die Gefahr von Knochenbrüchen der Weltraumfahrer bei ihren ersten Gehversuchen im Schwerefeld des Mars' auszuschließen und damit ein Scheitern der gesamten Mission zu verhindern, sollen Muskeltrainings-Methoden zur Verhinderung von Muskel- und Knochenschwund entwickelt und getestet werden.
Weitere Auflage: keine privaten und persönlichen Kontakte. Telefon und Fernsehen hingegen seien erlaubt. Die Probanden haben die Aussicht, in frühestens 15 Jahren den ersten bemannten Marsflug zu absolvieren.
