Versuchte Rückkehr in den Pixelpark
Der im Dezember aus dem Amt gedrängte frühere Pixelpark-Vorstandschef Paulus Neef will einem Zeitungsbericht zufolge gegen seine Abberufung klagen und den angeschlagenen Internet-Dienstleister retten. Dabei wird er offenbar nach dem Rückzug des bisherigen Hauptanteilseigners Bertelsmann von den neuen Großaktionären unterstützt.
"Ich werde mit allen juristischen Mitteln gegen den Rauswurf vorgehen", sagte Neef laut einer Vorabmeldung der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er werde um Pixelpark kämpfen. "Schon als Gesellschafter habe ich ein Interesse, dass Vermögen nicht mutwillig zerstört wird," sagte Neef.
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Der Abgang
Der einstige Star des Neuen Marktes und Gründer des früheren
Börsenlieblings Pixelpark war vom Aufsichtsrat am 20. Dezember mit
sofortiger Wirkung abberufen worden. Zum Alleinvorstand war Jürgen
Richter berufen worden.
Pixelpark offiziell über PixelparkAußerordentliche Hauptversammlung
Bertelsmann hatte Ende Dezember seinen Anteil an Pixelpark auf 20 Prozent von zuvor 60 Prozent zurückgefahren. Dafür hatten der Medienmanager und Ex-Chef von Universal Wolf-Dieter Gramatke und der Eigentümer des Potsdamer Multimedia-Unternehmens Mediacs, Axel Fischer, jeweils 20,1 Prozent der Anteile erworben.
Beide wollen offenbar Neef in die alte Position zurückhieven. "Ich habe großes Vertrauen zu Neef, mit dem wir bereits gemeinsam Ziele erarbeitet haben", sagte Fischer der "Welt" Mit Richter dagegen habe er noch nie gesprochen.
Nach Angaben der "Welt" soll bei einer außerordentlichen Hauptversammlung über die künftige Führung des Unternehmens entschieden werden
