Freispruch in der Werbeluftballon-Affäre
Ein Bezirksgericht im taiwanesischen Taipeh hat nun einem außergewöhnlichen Rechtsstreit zwischen Intel und Via mit einem Freispruch ein [vorläufiges] Ende gesetzt.
Konkret hatte Via die Intel-Manager Stanley Huang und Kelly Wu bezichtigt, sich auf der Fachmesse "Computex" am Eigentum von Via vergriffen zu haben.
Der Fall geht zurück bis ins Jahr 2001: Auf der Fachmesse "Computex" in Taipeh kam es zum Eklat.
Via stattete damals alle Stände seiner Kunden mit großen, rechteckigen Via-Werbeluftballons aus. Intel wiederum versuchte mit immensem Aufwand die Messe in eine Pentium-4-Show zu verwandeln.
Vor dem obligatorischen Rundgang der Intel-Manager klapperten die Intel-Mitarbeiter alle Stände ab und baten nachdrücklich um Entfernung der Via-Ballons, um die Chefs nicht zu verärgern.
Nach unbestätigten Informationen wurde diese Bitte mit 35.000 USD je Mainboard-Hersteller unterstrichen. Mit so viel Engagement waren die meisten Hersteller schnell überzeugt und die Ballons wurden abmontiert.
AMD- und Intel-Mitarbeiter kämpfen gegeneinander
Generell kann sich die Branche nicht über fehlende Identifikation
der Mitarbeiter mit der jeweiligen Firma beklagen. Anfang des Jahres
duellierten sich zwei Intel-Mitarbeiter mit der Konkurrenz von AMD
mit dem Spiel "Dead or Alive 3" auf einer Xbox-Konsole. Doch trotz
des Intel-Prozessors in der Xbox zeigte die Konsole keine Gnade vor
den Martial-Arts-Künsten der AMD-Mitarbeiterin, und die AMD-Fraktion
konnte das Match ganz klar für sich entscheiden.
AMD verprügelt IntelVia geht in Berufung
Das Gericht sprach Intel nun frei.
Das Unternehmen konnte demnach eine Vereinbarung mit den Firmen Fastfame Technologie und Jetway Information vorweisen, die es dem Prozessor-Hersteller gestatteten, Werbemittel von Via von den betreffenden Ständen zu entfernen.
Via will die Niederlage vor Gericht natürlich nicht auf sich sitzen lassen und kündigte bereits Berufung an.
Die von Intel dem Gericht vorgelegte Vereinbarung sei ein Beweis dafür, mit welchen Mitteln Intel gegen Konkurrenten vorgehe, ließ Via gekränkt verlauten.
