VKI warnt vor Skiversicherung via SMS
Call direct, ein Tochterunternehmen der Uniqa, bietet gemeinsam mit der Mobilkom Austria eine Skiversicherung an, deren Vertrag einfach per SMS abgeschlossen werden kann.
Schnell Entschlossene sollen so noch direkt im Skigebiet per SMS eine Skiversicherung für drei oder zehn Tage [von zwei bis zwölf Euro] abschließen können.
Die Anbieter der Versicherung sprechen von einem modernen Produkt, doch der Verein für Konsumenteninformation [VKI] von einem Gag und irreführender Werbung: Von einer echten Unfallversicherung könne keine Rede sein - die einzige Leistung sei eine einmalige Geldleistung von 1.000 Euro, aber nur dann, wenn man nach einem Knochenbruch einen Gipsverband bekommt.
Der Vertragsabschluss via SMS
Eine leere SMS wird an eine bestimmte Nummer geschickt, der Kunde
erhält dann eine SMS mit den Angeboten, wählt aus und erhält eine
Bestätigungs-SMS des Versicherers. Ab dann gilt der
Versicherungsschutz. Das Angebot ist nur A1-Vertragskunden
zugänglich, die Abrechnung erfolgt per Handyrechnung.
Call directBeratung geht via SMS verloren
"Das ist keine echte Unfallversicherung", ärgert sich Gabi Riener, Versicherungsexpertin im VKI, über die Werbemethoden, die Kunden in falscher Sicherheit wiege, für den Fall eines Unfalls vorgesorgt zu haben.
Denn eine richtige Unfallsversicherung enthält üblicherweise Leistungen für eine mögliche bleibende Invalidität und weitere Unfallkosten wie etwa Bergekosten.
Auch der Vertriebsschiene SMS kann der VKI nichts Positives abgewinnen. Für Versicherungsprodukte sei sie völlig ungeeignet, denn dabei sei Beratung absolut notwendig.
