28.12.2002

3G

Bildquelle: PhotoDisc

UMTS kommt Ende 2004 in die USA

AT&T Wireless und NTT DoCoMo wollen bis Ende 2004 UMTS-Services in den USA starten.

Der 3G-Service soll vorerst in 4 statt wie geplant 13 Städten den Betrieb aufnehmen. Kunden in Seattle, San Francisco, San Diego und Dallas sollen dann via UMTS Videocalls und schnelle Online-Verbindungen nutzen.

Dies würde die Eröffnung des ersten UMTS-Netzwerkes in den USA bedeuten. Alle anderen Betreiber setzen auf CDMA2000 statt UMTS [W-CDMA] als Mobilfunkstandard der dritten Generation. Dies macht in Amerika auch Sinn, da dort die meisten Mobilfunker Netze nach dem CDMA-Standard aufgebaut haben und der Umstieg technisch recht einfach ist.

Bessere Handsets für UMTS-Kunden

Um dem entgegenzuwirken, hat NTT DoCoMo neue 3G-Handys mit verringertem Stromverbrauch vorgestellt. Die neuen Modelle verfügen nun über eine Standby-Zeit von 170 bis 180 statt bloss 125 Stunden. Weitere Verbesserungen sollen folgen. Zum Vergleich: Die Handys des Rivalen KDDI haben eine Laufzeit von bis zu 200 Stunden und bewegen sich in einem besseren Netz- so hat KDDI bereits 4 Mio. 3G-Kunden vorzuweisen, während NTT DoCoMo gerade mal auf 150.000 kommt.

Das 3G-Netzwerk in Japan deckt derzeit offiziell 80 Prozent der japanischen Bevölkerung ab; die Penetration soll im März 90 Prozent erreichen. DoCoMo will künftig auch mit internationalem Roaming punkten.

9,8 Mrd. USD Investment vor 2 Jahren

Im Jahr 2000 kündigte NTT DoCoMo ein 9,8 Milliarden USD schweres Investment in AT&T Wireless an. Damals wollten die Mobilfunker noch Mitte 2004 in 13 US-Städten gleichzeitig mit UMTS starten.