UMTS kommt Ende 2004 in die USA
AT&T Wireless und NTT DoCoMo wollen bis Ende 2004 UMTS-Services in den USA starten.
Der 3G-Service soll vorerst in 4 statt wie geplant 13 Städten den Betrieb aufnehmen. Kunden in Seattle, San Francisco, San Diego und Dallas sollen dann via UMTS Videocalls und schnelle Online-Verbindungen nutzen.
Dies würde die Eröffnung des ersten UMTS-Netzwerkes in den USA bedeuten. Alle anderen Betreiber setzen auf CDMA2000 statt UMTS [W-CDMA] als Mobilfunkstandard der dritten Generation. Dies macht in Amerika auch Sinn, da dort die meisten Mobilfunker Netze nach dem CDMA-Standard aufgebaut haben und der Umstieg technisch recht einfach ist.
Kurze Akkulaufzeiten
In Japan kämpft NTT DoCoMo um jeden 3G-Kunden. Dort ist seit
einem Jahr UMTS verfügbar - die 3G-Technologie sollte den Garant für
neue Umsatzströme darstellen. Doch die Kunden, obwohl fasziniert von
Videotelefonie und schnellen Downloadraten, werden von kurzen
Akkulaufzeiten, geringem Netzausbau und hohen Handypreisen
abgeschreckt.
"Es gibt keine UMTS-Killerapplikation"Bessere Handsets für UMTS-Kunden
Um dem entgegenzuwirken, hat NTT DoCoMo neue 3G-Handys mit verringertem Stromverbrauch vorgestellt. Die neuen Modelle verfügen nun über eine Standby-Zeit von 170 bis 180 statt bloss 125 Stunden. Weitere Verbesserungen sollen folgen. Zum Vergleich: Die Handys des Rivalen KDDI haben eine Laufzeit von bis zu 200 Stunden und bewegen sich in einem besseren Netz- so hat KDDI bereits 4 Mio. 3G-Kunden vorzuweisen, während NTT DoCoMo gerade mal auf 150.000 kommt.
Das 3G-Netzwerk in Japan deckt derzeit offiziell 80 Prozent der japanischen Bevölkerung ab; die Penetration soll im März 90 Prozent erreichen. DoCoMo will künftig auch mit internationalem Roaming punkten.
9,8 Mrd. USD Investment vor 2 Jahren
Im Jahr 2000 kündigte NTT DoCoMo ein 9,8 Milliarden USD schweres Investment in AT&T Wireless an. Damals wollten die Mobilfunker noch Mitte 2004 in 13 US-Städten gleichzeitig mit UMTS starten.
