27.12.2002

CHINA

Bildquelle: ORF.at

Netzcafes sollen "sicherer" werden

China hat mehr als 3.300 Internet-Cafes geschlossen, die nach Behördenangaben die Sicherheitsstandards nicht erfüllten.

Fast 12.000 weitere sind außerdem vorübergehend für Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit geschlossen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag.

In den vergangenen sechs Monaten seien an die 45.000 Cafes inspiziert worden. Viele der Internet-Cafes hatten keine Lizenz und verfügten nicht über Notausgänge und weitere vorgeschriebene Sicherheitsvorkehrungen.

Strenge Regeln für Nutzung

Der Brand kam den chinesischen Behörden zudem mehr oder weniger "gelegen" um auch die verstärkte Kontrolle der oft illegalen Netzcafes zu argumentieren. Die Nutzungsbedingungen von Internetcafes wurden bereits generell verschärft.

Benutzer der Internetzugänge müssen sich registrieren lassen; ein Profil ihrer Surfgewohnheiten wird automatisch gespeichert. Die Cafe-Betreiber müssen ihre Logfiles zwei Monate lang speichern und auf Anfrage Polizei und Regulatoren zur Verfügung stellen.

Jugendliche dürfen nur noch in den Ferien und höchstens für drei Stunden eingelassen werden, ordnete das Kulturministerium an. Kinder unter 16 Jahren dürfen nur noch in Begleitung in Cybercafes.

Sicherung der Arbeitsbedingungen

Nach Behördenangaben hängt die Schließung mit einer landesweiten Kampagnen zur Sicherung der Arbeitsbedingungen in chinesischen Minen, Fabriken und anderen Arbeitsplätzen zusammen.

Danach sterben in China jährlich tausende Menschen aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen.