Druckerpatronen als Elektroschrott
Die Richtlinie der EU zur Beschränkung von Elektroschrott könnte Auswirkungen auf den Markt für Druckerpatronen haben.
"Ausdrückliches Bemühen des Parlaments war die Förderung von Wiederverwendung und Recycling. Dies steht im klaren Widerspruch zu Praktiken einzelner Hersteller, durch den Einbau von verschiedenen elektronischen Vorrichtungen - 'Clever Chips' - die Wiederverwendung oder das Recycling der Geräte zu verhindern", heißt es in der Begründung der Richtlinie durch das EU-Parlament.
Besonders die Produzenten von Tintenstrahlpatronen erregen demnach den Unwillen der Parlamentarier.
EU-Bericht über den EntwurfChips gegen Wiederbefüllung
Allerdings machen gerade die Druckerhersteller wie HP, Lexmark, Epson oder Canon von solchen Clever Chips, die eine Wiederbefüllung der Tintenstrahlpatrone verhindern, Gebrauch. Sie erzielen einen großen Teil ihres Umsatzes mit dem Verkauf ihrer Druckerpatronen.
Die Elektroschrott-Richtlinie des Parlaments muss bis 2006 von den einzelnen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.
Inzwischen hat HP schon auf die Elektroschrott-Richtlinie reagiert und zusammen mit Braun, Elektrolux und Sony eine Einkaufsgemeinschaft für die Verwertung von Elektroschrott gegründet.
Vier Kilo Elektroschrott pro Jahr und Einwohner
Ab 2005 müssen ausgemusterte Elektrogeräte in der EU von den
Herstellern kostenlos eingesammelt und entsorgt werden. Die
EU-Staaten verpflichten sich außerdem, ein Netz von Sammelstellen
aufzubauen und ab 2006 pro Bürger und Jahr vier Kilo Elektroschrott
einzusammeln.
E-Schrott wird ab 2005 eingesammelt
