Kongress lädt weitere HP-Manager vor
Neben Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd und Ex-Aufsichtsratsvorsitzender Patricia Dunn wird ein US-Kongressausschuss am Donnerstag noch weitere hochrangige Manager zur Spitzelaffäre befragen.
Es handle sich unter anderem um Kevin Hunsaker, der bei Hewlett-Packard [HP] für Ethikfragen zuständig sei, teilte der Unterausschuss für Energie- und Handelsfragen des Repräsentantenhauses am Montag mit.
Auch der für weltweite Ermittlungen bei HP verantwortliche Anthony Gentilucci sei gebeten worden zu erscheinen.
Auch Detektive vorgeladen
Den Angaben zufolge wurde zudem ein privater Ermittler vorgeladen. Ein HP-Sprecher bestätigte die Vorladungen der beiden HP-Manager.
Erwartet wird darüber hinaus, dass am Donnerstag auch Hurd und Dunn aussagen. Dunn hatte ihr Amt erst vor wenigen Tagen aufgegeben.
Hurd gab erst vor kurzem erstmals zu, dass er von der Bespitzelung gewusst habe, jedoch nicht von den Methoden.
Umstrittene Methoden
Umstritten sind nicht nur die Überwachungsmaßnahmen an sich, sondern vor allem die Methoden, mit denen das Management Datenspionage und der unerlaubten Weitergabe von Firmeninterna auf die Spur kommen wollte.
HP setzte etwa Detektive ein, die bei ihren Ermittlungen eine falsche Identität vorgetäuscht hatten, um an Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten zu kommen.
Neben der Justiz ermittelt inzwischen auch die US-Börsenaufsicht SEC gegen den Konzern.
(APA | Reuters)
