Festnahmen wegen IT-Exporten an Libyen
Wegen Geldwäsche und möglicher Terrorfinanzierung sind im US-Bundesstaat Texas fünf Brüder und die Frau eines der Männer angeklagt worden.
Den Männern wird vorgeworfen, illegal Computer und Computerteile an Libyen und Syrien geliefert zu haben, teilte US-Justizminister John Ashcroft am Mittwoch in Dallas mit.
Beide Länder stehen auf der US-Liste von Staaten, die den internationalen Terrorismus unterstützen.
Den Beschuldigten drohen nach den Worten Ashcrofts bei einer Verurteilung langjährige Gefängnisstrafen und bis zu 7,2 Millionen USD Geldstrafe. Sie arbeiteten für die Computerfirma Infocom, die im Nahen Osten Geschäfte macht und die ebenfalls illegaler Aktivitäten beschuldigt wird.
USA erleichtern ComputerexporteHamas-Tarnorganisation?
Die Verdächtigen werden mit einer Organisation in Verbindung gebracht, die nach eigenen Angaben Geld für wohltätige Zwecke im Nahen Osten sammelt, nach Darstellung Ashcrofts aber eine Tarnorganisation der Terrorgruppe Hamas ist.
Die US-Regierung hatte die Büros der "Holy Land Foundation" vor einem Jahr geschlossen und die Vermögenswerte eingefroren.
