Global Crossing darf restrukturieren
Der Glasfaseranbieter Global Crossing hat einen wichtigen Schritt für seine Wiederauferstehung getan.
Das zuständige Konkursgericht in New York hat dem Restrukturierungsplan des Unternehmens zugestimmt. Demnach werden Hutchison Telecommunications und Singapore Technologies Telemedia gemeinsam 61,5 Prozent der Gesellschaft für 250 Mio. USD übernehmen.
Der Rest der Anteile wird auf die Gläubiger und Banken verteilt. Die bisherigen Aktionäre gehen leer aus. Das Unternehmen hofft im ersten Halbjahr 2003 wieder voll aktionsfähig zu sein.
Das Unternehmen, das zur Hochblüte des Internet-Booms über 39 Mrd. USD an der Börse wert war, wurde im Konkursverfahren mit knapp 407 Mio. USD gewertet. Der Glasfaseranbieter, der ein Backbone-Netz in 27 Staaten unterhält, häufte einen Schuldenberg von rund 12,4 Mrd. USD auf. Seit der Beantragung des Gläubigerschutzes reduzierte das Unternehmen seinen Mitarbeiterstand um 10.000 auf 5.350. Der Konkurs von Global Crossing war der bisher viertgrößte in der US-Geschichte. Der Restrukturierungsplan wurde bereits im vergangenen Jänner vorgelegt. Allerdings dauerte es beinahe ein Jahr, bis das Konkursgericht in New York auch seine Zustimmung gab.
Global-Crossing-StatementMehr Schwierigkeiten
Neben dem Konkursgericht in New York warten allerdings noch andere Hürden auf Global Crossing. So untersuchen die "Security Exchange Commission" und das US-Justizministerium, inwieweit der Glasfaseranbieter vor der Zahlungsunfähigkeit seine schlechte finanzielle Situation verschleiert hat.
Auch muss der Oberste Gerichtshof der Bermudas, wo das Unternehmen bisher seinen Hauptsitz hatte, seine Zustimmung zu dem Restrukturierungsplan geben.
