Italia hat seine Telecom versilbert
Das italienische Wirtschaftsministerium hat mit Ausnahme einer "goldenen Aktie" die noch im Staatsbesitz befindlichen Anteile an der Telecom Italia [TI] abgestoßen.
An institutionelle Anleger im In- und Ausland wurden unter der Führung von Morgan Stanley insgesamt 182 Millionen Stammaktien und 13,4 Millionen Sparaktien verkauft.
Mit 7,5 Euro lag der erzielte Stückpreis fünf Prozent unter dem in der Vorwoche verzeichneten Schlusskurs, teilte das italienische Wirtschaftsministerium mit.
0,12 Prozent weniger Schulden
Durch den Liquiditätsschub in der Höhe von 1,43 Mrd. Euro könne
die Staatsverschuldung im laufenden Jahr um 0,12 Prozentpunkte
gesenkt werden, hieß es.
Bilanzen und BesitzverhältnisseVetorecht bleibt unverändert
Weiterhin bei der italienischen Regierung verbleiben wird die im Jahr 1997 kurz vor der Telecom-Privatisierung beschlossene "goldene Aktie", die ein Vetorecht bei größeren Fusions-, Syndikats- und Abtretungsvorhaben vorsieht.
An diesem ursprünglich auf drei Jahre befristeten und spätestens nach der vollständigen Liberalisierung der Kommunikationsmärkte aufzulösenden Privileg wird der Staat nach Worten von Wirtschaftsminister Giulio Tremonti "in unveränderter Form" festhalten.
Eine Chronik der Privatisierung der Telecom Italia seit Beginn ihres Rückzugs aus Österreich weiter unten in vier Dutzend fuZo-Storys.
