16.12.2002

TRICK 17

Manager betrügt Microsoft um 9 Mio. USD

Einem Microsoft-Mitarbeiter wird vorgeworfen, ein internes Software-Verkaufsmodell in betrügerischer Weise ausgenutzt und den Konzern um neun Millionen USD betrogen zu haben.

Der mittlerweile entlassene Manager soll US-Medienberichten zufolge 1.700 zum Teil hochpreisige MS-Software-Produkte mit Endverkaufspreisen von 1.800 bis 20.000 USD intern bestellt und privat weiterverkauft haben. Die Differenz zum regulären Handelspreis wanderte auf sein Privatkonto.

Angaben der Ermittler zufolge flossen die so gewonnen Gelder in Luxusartikel, die vom Ferrari über eine Harley Davidson bis hin zu einer 172.000 USD teuren Yacht reichten.

Empfindliche Strafen drohen

Insgesamt werden dem Manager 15 Fälle vorgeworfen - jeder Betrug kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und einer Geldstrafe in Höhe von 250.000 USD geahndet werden. Der erste Anhörungstermin vor Gericht wurde für den 20. Dezember angesetzt.

Das FBI, das an den Ermittlungen und der abschließenden Verhaftung maßgeblich beteiligt war, ist der Ansicht, dass dieser Fall kein Einzelfall, sondern Teil eines groß angelegten internen Betrugs bei Microsoft sei.