Keusche Filme als Copyright-Verletzung
Acht große Hollywood-Studios haben sich der Klage der "Directors Guild of America" gegen die Firma CleanFlicks angeschlossen.
Das im US-Bundesstaat Utah ansässige Unternehmen bietet bekannte Filme von sexuell oder verbal "anstößigen" und gewalttätigen Szenen befreit auf Video und DVD an. Die Produzenten und Regisseure sehen darin eine Verletzung des Copyrights sowie Zensur und haben geklagt.
Dieser Klage haben sich nun auch die Studios MGM, Time Warner, Sony Pictures, DreamWorks, Universal, 20th Century Fox, Paramount und Disney angeschlossen. Gemeinsam mit dem Verband der Regisseure fordern sie, dass die "Beschneidung" ihrer Filme durch Unternehmen wie CleanFlicks verboten wird.
"Directors Guild of America"Neuer Markt
Im Gegensatz zu den Regisseuren haben die Studios überlegt, ob sich eine Klage lohnt oder es nicht sinnvoller wäre, selbst in den Nischenmarkt einzusteigen.
Nun haben die Hollywood-Konzerne in der digitalen Überarbeitung ihrer Produkte eine Bedrohung ihres Geschäfts erkannt. Demnach sehen die Studios die Klage als Teil ihres Kampfes gegen Filmpiraterie.
Inzwischen hat CleanFlicks bereits zahlreiche Nachahmer gefunden. Die Software MovieMask des Unternehmens Trilogy Studios ermöglicht die digitale Entfernung anstößiger Szenen, sodass sogar Skandalfilme für ein konservatives Publikum erträglich werden. Zudem verdienen Unternehmen damit Geld, in bekannte Hollywood-Filme regionale oder lokale Werbung einzubauen. Diesen Trend will die Traumfabrik nun im Keim ersticken.
CleanFlicks
