Computernutzer kämpfen mit Passwortflut
Viele Computernutzer haben inzwischen mit einer wahren Flut an Passwörtern zu kämpfen. Um sich die durchschnittlich 21 Passwörter merken zu können, wird leider oft die Sicherheit vernachlässigt.
Eine aktuelle Studie des britischen Sicherheitsunternehmens NTA Monitor warnt vor den Gefahren des komplexen Passwortmanagements, das jedem Computernutzer abverlangt wird.
NTA Monitor StudieMerkbarkeit ist Usern wichtig
Die User wählen ihre Identifikationsdaten für berufliche wie private Services wie Online-Banking, Web-Mail oder Windows-Log-in dabei typischerweise nach zwei Grundsätzen.
84 Prozent der befragten User gaben an, Passwörter in erster Linie nach dem Kriterium der Merkbarkeit auszuwählen, und 81 Prozent nutzen ein und dasselbe Passwort bei so vielen Diensten wie möglich.
Genau das beunruhigt die Autoren der Studie. Ein Passwort ist nur dann sinnvoll, wenn es aus einer wie zufällig scheinenden Buchstaben-Zahlenkombination besteht und nicht als Pauschalpasswort eingesetzt wird.
Suche nach dem idealen Passwort
Bei der Erstellung eines Passworts können auch Programme zur
Hilfe genommen werden. "Password Generator" spuckt auf Knopfdruck
Passwörter aus, die in keinem Wörterbuch zu finden sind.
Passwort-Manager können zur verschlüsselten Verwaltung der
Passwörter herangezogen werden.
Passwortgenerator für FaulpelzeZwei Drittel wechseln Passwort nie
Der Bericht gliedert die Computernutzer in drei Gruppen: Etwas mehr als ein Drittel zählt zu den "Light Usern" mit durchschnittlich weniger als fünf Passwörtern. Das zweite Drittel machen die "Medium Users" mit fünf bis zehn Passwörtern aus, knapp 30 Prozent fallen in die Kategorie "Heavy User" mit über zehn Passwörtern.
Heavy User verwenden teilweise bis zu 70 unterschiedliche Passwörter. Unter dieser Masse leide die Sicherheit extrem, lautet das Fazit von NTA Monitor.
Bei 49 Prozent der User landen die Codes außerdem auf Merkzetteln, die dann am Bildschirm kleben oder als Textfiles am PC gespeichert werden.
67 Prozent der Befragten gaben an, ihre Passwörter selten oder nie zu wechseln. 22 Prozent erneuern das Passwort nur auf Anordnung - etwa der IT-Abteilung.
Gesichter und Bilder leichter zu merken als Buchstaben und
Zahlen
Microsoft-Programmierer arbeiten bereits an einem Ersatz für die
herkömmliche Authentifizierung per Passwort. In Zukunft sollen
Bilder die Aufgaben der bisherigen Log-ins übernehmen. Diese Methode
soll zwei Vorteile bringen: Nutzer vergessen Bilder nicht so schnell
wie Passwörter, und potenzielle Angreifer hätten es schwerer, einen
Zugang zu knacken.
Microsoft ersetzt Passwörter durch Bilder
