12.12.2002

ZU VIELE

Bildquelle: fuZo

Computernutzer kämpfen mit Passwortflut

Viele Computernutzer haben inzwischen mit einer wahren Flut an Passwörtern zu kämpfen. Um sich die durchschnittlich 21 Passwörter merken zu können, wird leider oft die Sicherheit vernachlässigt.

Merkbarkeit ist Usern wichtig

Die User wählen ihre Identifikationsdaten für berufliche wie private Services wie Online-Banking, Web-Mail oder Windows-Log-in dabei typischerweise nach zwei Grundsätzen.

84 Prozent der befragten User gaben an, Passwörter in erster Linie nach dem Kriterium der Merkbarkeit auszuwählen, und 81 Prozent nutzen ein und dasselbe Passwort bei so vielen Diensten wie möglich.

Genau das beunruhigt die Autoren der Studie. Ein Passwort ist nur dann sinnvoll, wenn es aus einer wie zufällig scheinenden Buchstaben-Zahlenkombination besteht und nicht als Pauschalpasswort eingesetzt wird.

Zwei Drittel wechseln Passwort nie

Der Bericht gliedert die Computernutzer in drei Gruppen: Etwas mehr als ein Drittel zählt zu den "Light Usern" mit durchschnittlich weniger als fünf Passwörtern. Das zweite Drittel machen die "Medium Users" mit fünf bis zehn Passwörtern aus, knapp 30 Prozent fallen in die Kategorie "Heavy User" mit über zehn Passwörtern.

Heavy User verwenden teilweise bis zu 70 unterschiedliche Passwörter. Unter dieser Masse leide die Sicherheit extrem, lautet das Fazit von NTA Monitor.

Bei 49 Prozent der User landen die Codes außerdem auf Merkzetteln, die dann am Bildschirm kleben oder als Textfiles am PC gespeichert werden.

67 Prozent der Befragten gaben an, ihre Passwörter selten oder nie zu wechseln. 22 Prozent erneuern das Passwort nur auf Anordnung - etwa der IT-Abteilung.