Kreativer Abbau bei Siemens-Tochter
Der Siemens-Konzern will bei seinem IT- Dienstleister SBS trotz der anhaltend schwachen Nachfrage auf weiteren Stellenabbau möglichst verzichten.
"Wir wollen da mit kreativen Mitteln rangehen", sagte SBS-Chef Paul Stodden am Mittwoch in München. Vor allem mit Arbeitszeitverkürzungen, Überstundenabbau und Teilzeitarbeit sollten noch einmal 2.500 so genannte Mannjahre gespart werden.
Wenn der Markt nicht weiter einbreche, sei kein spürbarer Stellenabbau mehr geplant. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 [30. September] hatte SBS 2.600 Arbeitsplätze gestrichen und war auch deshalb in die Gewinnzone zurückgekehrt.
Im laufenden Geschäftsjahr rechne er mit einem weiteren Umsatzrückgang, sagte Stodden. Das liege auch daran, dass wegen des Sparkurses bei Siemens mit weniger Aufträgen von anderen Bereichen zu rechnen sei.
Siemens SBSUmsatz sank um vier Prozent
SBS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 vor Steuern und Zinsen [EBIT] 101 Millionen Euro Gewinn nach einem Verlust von 259 Millionen Euro im Vorjahr erzielt.
Der Umsatz sank um vier Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. SBS bietet unter anderem Systemlösungen und Wartungsdienstleistungen an.
