Honduras will Gewaltspiele verbieten
Die Regierung der Republik Honduras will ein Pauschalverbot von Videospielen und anderen Spielwaren mit Gewaltinhalten durchsetzen.
Ein entsprechender Gesetzesvorschlag wurde vom Kongress bereits einstimmig angenommen. Zwar steht die Unterschrift des Präsidenten noch aus, doch allgemein wird angenommen, dass Regierungschef Ricardo Maduro das Gesetz bestätigen wird.
Erst Anfang September hat Griechenland mit einem ähnlichen Verbot für Aufregung gesorgt. Ein Gesetz, das ursprünglich als Verbot von Glücksspielautomaten und Online-Glücksspielen gedacht war, wurde so allgemein verfasst, dass es "aus Versehen" jede Art von elektronischem Spiel bis hin zum Handygame verboten hatte. Nach einem internationalen Proteststurm wurde das Vorhaben wieder auf Eis gelegt.
Griechenland hebt Game-Verbot aufJugendkriminalität gestiegen
Die Regierung des zweitgrößten Staats Mittelamerikas sieht sich zu dem Schritt gezwungen, da Gewaltverbrechen vor allem von Jugendbanden, so genannten "Maras", rasant gestiegen sind.
Zu den Spielen, die verboten werden sollen, gehören unter anderem "Resident Evil", "Shadowman", "Street Fighter", "Turok", "Perfect Dark", "Quake" und "Doom".
Dem Handel bleiben nun sechs Monate, um die Regale mit Gewaltspielen leer zu räumen, das Gesetz soll im Juni 2003 in Kraft treten.
53 Prozent unter Armutsgrenze
Honduras ist eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre,
53 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner leben unter der Armutsgrenze.
CIA-Factbook: Honduras
