Die sechs Gebote der Piratenjäger
Die Business Software Alliance [BSA], eine industriegestützte Vereinigung gegen illegal verwendete Software, hat heute eine Liste mit sechs "Handlungsempfehlungen" für Jugendliche, die das Internet nutzen, veröffentlicht.
Laut BSA richten sich die Empfehlungen in erster Linie an Eltern, die über "mögliche schädliche Auswirkungen des Internets auf ihre Kinder besorgt sind".
Geldstrafe und Einschränkung der Internet-Nutzung
Hintergrund der Initiative seien aktuelle Fälle, bei denen
Jugendliche durch den Handel mit Raubkopien auffällig wurden. Die
betroffenen Gerichte in der Schweiz und in Großbritannien verhängten
in den Fällen Geldstrafen und schränkten bei einem der Jugendlichen
die zukünftige Internet-Nutzung ein.
Neun Jahre Haft für US-Software-PiratinStart einer kriminellen Karriere?
"Durch die Teilnahme in der Unterwelt der Piraterie brechen Jugendliche nicht nur Gesetze, sondern es könnte auch ihr erster Schritt in eine kriminelle Karriere sein", befürchtet Beth Scott, Vice President der BSA Europa.
"Viele illegale Websites enthalten jugendgefährdendes Material wie Pornografie oder Online-Glücksspiele. Eltern sollten keine Angst davor haben, ihren Teenager das Internet zugänglich zu machen, aber wie mit allen öffentlichen Räumen ist auch hier Vorsicht angebracht."
Die BSA habe deshalb eine Liste von Ratschlägen zusammengestellt, mit deren Hilfe Eltern den sicheren und legalen Umgang ihrer Kinder mit dem Medium Internet unterstützen können.
Mitglieder der BSA: Microsoft, Apple, Adobe ...
BSA-Mitglieder in Österreich sind: Adobe, Apple Computer,
Autodesk, Bentley Systems, Macromedia, Microsoft, Symantec, Trend
Micro und WRQ.
BSA ÖsterreichDie sechs Gebote im Wortlaut
Stellen Sie sicher, dass Ihre Kinder verstanden haben, dass der Download raubkopierter Software nichts anderes ist als Diebstahl, und dass sie damit Gesetze brechen.
Vergewissern Sie sich, dass ihre Kinder verstehen, dass der Verkauf von Raubkopien illegal ist.
Nehmen Sie Begriffe wie "Warez" in ihren Sicherheitsfilter im Internet auf.
Machen Sie sich ein Bild davon, welche Dienste und Websites ihre Kinder nutzen. Stellen Sie sicher, dass sie sich von Sites fern halten, die illegale Software anbieten. Diese Sites enthalten oft auch nicht jugendfreies Material wie Pornografie.
Überprüfen Sie mit besonderer Aufmerksamkeit alle Online-Käufe, die Ihre Kinder abschließen. Eine Website mag seriös erscheinen, dennoch aber Nutzer zum Kauf illegaler Software verleiten.
Nehmen Sie diese Tipps in Ihre eigene Liste von Internet-Regeln auf. Kleben Sie sie an die Seitenwand ihres Computers oder Monitors, nachdem Sie sie diskutiert haben. So bleiben sie immer in Sicht - und im Gedächtnis.
