06.12.2002

ALTERNATIVE

Bildquelle: fuZo

Sony-PCs mit StarOffice statt MS-Works

In einem seiner Kerngeschäftsbereiche muss Microsoft jetzt abermals eine Niederlage hinnehmen: Sony will einen Großteil der Desktop-PCs in Europa künftig mit Suns StarOffice statt wie bisher mit Software von Microsoft ausliefern.

In Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Österreich und der Schweiz soll ab Ende des Jahres StarOffice 6.0 an Stelle von Microsofts Works in Sony-Rechnern zum Einsatz kommen.

Der Deal zwischen Sun und Sony hinterlässt eine weitere Narbe in Microsofts Dominanz im Bereich der Office-Anwendungen, ein Markt, der derzeit von Works und dem teureren Office-Paket angeführt wird.

Software erlaubt Einsparungen

Die PC-Hersteller greifen vor allem aus Kostengründen auf günstigere Alternativen zurück. Gerade bei den vorinstallierten Software-Paketen auf den Rechnern sind noch große Einsparungen möglich.

Standen früher noch Kompatibilitätsprobleme einem Wechsel im Wege, arbeiten inzwischen sowohl WordPerfect von Corel als auch StarOffice von Sun mit Windows-Dateiendungen zusammen.

Weder Sun noch Corel wollen sich festlegen, wie viel sie den PC-Herstellern für ihre Büroanwendungssoftware berechnen, doch Branchenexperten schätzen, dass es den Konzernen eher darum geht, die Software in Umlauf zu bringen, als große Gewinne einzufahren.