05.12.2002

FREEEZE

Bildquelle: PhotoDisc

Kühlschrank nutzt Lärm als Kältequelle

Zwei US-Forscher an der Penn-State-Universität in Pennsylvania haben einen Kühlschrank entwickelt, der laute Töne in Kälte umwandelt.

Die Technik basiert auf dem Prinzip, dass sich Schallwellen durch Verdichtung und Ausdehnung des transportierenden Gases [in dem sie generiert wurden] fortbewegen.

1980 haben zwei Forscher des Los Alamos National Laboratory entdeckt, dass diese Expansion und Kompression des Gases dazu verwendet werden kann, um Metallplatten zu erhitzen oder abzukühlen.

Wird ein Stoß solcher Platten in einem Rohr richtig platziert und mit Ton beschallt, werden manche der Platten heißer und manche kälter.

173 Dezibel für kaltes Eis

Im Moment arbeiten die zwei Forscher an einem kleineren Gerät, das dazu verwendet werden soll, Eis zu kühlen. Dabei verwenden sie extrem laute Töne bis zu einer Stärke von 173 Dezibel.

In dem neu entwickelten Kühlschrank werden die Töne in einem verdichtetem Gas innerhalb des Kühlsystems erzeugt, selbst bei Auseinanderbrechen des Kühlschrank können keine Töne entweichen.

Prototypen der voll funktionsfähigen Kühlschränke sind bereits gebaut worden, einer davon war Teil der Space-Shuttle-Ausrüstung.

Die Forscher hoffen nun, dass ihre Arbeit dazu beitragen kann, die Verwendung der bisher verwendeten Kühlmittel einzuschränken, deren schlechter Einfluss auf die Atmosphäre zum Treibhauseffekt beitragen soll.

Ab 120 Dezibel beginnen die Schmerzen

Ab 120 Dezibel fühlt der Mensch Schmerzen, ein Wert, der leicht neben einem Lautsprecher auf einem Rockkonzert erreicht werden kann. Ab 165 Dezibel fangen durch die Reibungshitze, die durch die extreme Kompression und Ausdehnung der Luft entsteht, die Haare zu brennen an.