HP und Siemens sehen lauen Markt
Hewlett-Packard [HP] erwartet trotz lauer Investitionen in Informationstechnologie im nächsten Jahr weiterhin eine Zunahme des Umsatzes um zwei bis vier Prozent.
Ansonsten sei der Markt eher lau: Eine Erhöhung der Prognosen stehe angesichts der unsicheren Wirtschaftsentwicklung nicht an, sagte HP-Chefin Carly Fiorina am Dienstag in San Francisco bei einem Treffen mit Investoren.
Kostensenkungen schon 2003
Früher als zunächst angenommen werde HP die erwarteten
Einsparungen aus der Fusion mit Compaq-Computer realisieren, hatte
das Unternehmen vor Beginn des Treffens mitgeteilt. "Der
Integrationsprozess ist nun ein Jahr vor dem Plan", sagte Fiorina.
Die anvisierten Kostensenkungen von drei Mrd. USD werde HP bereits
im kommenden Jahr erreichen.
SiemensDie Siemens AG hat einen Tag vor ihrer Bilanzpressekonferenz bekräftigt, dass sie im laufenden Geschäftsjahr 2002/03 ein sinkendes Geschäftsvolumen erwartet. "Wenn wir für 2003 von einem sinkenden Geschäftsvolumen sprechen, meinen wir eine Mischung aus Aufträgen und Umsatz", sagte Vorstandschef Heinrich von Pierer der "Financial Times Deutschland".
Ähnlich hatte sich Siemens bereits Mitte November bei der Vorlage vorläufiger Jahreszahlen für 2001/02 [zum 30. September] geäußert.
Zum umkämpften Bereich Mobiltelefone, wo Siemens der viertgrößte Hersteller hinter Nokia, Motorola und Samsung ist, sagte von Pierer, es sei schwierig, mit einem Marktanteil von acht oder neun Prozent mittel- und langfristig Geld zu verdienen.
Spekulation um Spartenverkauf
Seit Monaten wird spekuliert, Siemens könne seine Handyfertigung im Tausch gegen andere Bereiche an Motorola abgeben.
