Vivendi will Cegetel-Mehrheit
Im Kampf um die französische Telefongesellschaft Cegetel dürfte der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Das berichteten informierte Kreise in Paris vor einer Vivendi-Verwaltungsratssitzung am Nachmittag.
Sofern es keine neue Entwicklung gebe, werde Vivendi nach der Sitzung bekannt geben, den 26-prozentigen Cegetel-Anteil der British Telecom per Vorkaufsrecht an sich zu bringen und damit die Kontrolle der Telefongesellschaft zu übernehmen, hieß es in Paris.
Cegetel kontrolliert den zweitgrößten französischen Mobilfunkanbieter SFR. Mit einem Verkauf von Vermögenswerten will Vivendi allein bis zum Jahresende sieben Mrd. Euro Schulden abbauen. Der Konzern hat mit den Banken über die notwendigen Mittel für den Kampf um Cegetel verhandelt. Das Pariser Handelsgericht hatte die Frist für Vivendis Vorkaufsrecht bis zum 10. Dezember verlängert.
Vodafone erhöht Cegetel-Offert nichtKampf um Cegetel
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hatte im November sein Übernahmeangebot für die von Vivendi gehaltenen Cegetel-Anteile [44 Prozent] erneuert und dabei unverändert 6,77 Mrd. Euro geboten.
Genau dieses Angebot hatte Vivendi bereits Ende Oktober mit der Begründung abgelehnt, es entspreche nicht dem Wert von Cegetel.
