Vodafone testet UMTS in Japan
Nachdem J-Phone den UMTS-Start in Japan zwei Mal verschoben hat, will das Unternehmen nun im Dezember mit dem Anbieten von 3G-Diensten starten.
Der Startschuss bedeutet auch die Eröffnung eines Testmarkts für Europa - die Unternehmensmutter ist die britische Vodafone-Gruppe, welche die Erfahrungen auf den Europastart umlegen will. In Japan bieten die beiden dominierenden Mobilfunker bereits 3G-Dienste an, sowohl in der von den USA favorisierten CDMA2000-Technologie als auch in der W-CDMA-Ausführung.
UMTS und CDMA2000
Wideband-CDMA, auch UMTS [Universal Mobile Telecommunication
System], ist der Standard der Wahl in Europa.
J-PhonePrognosen gesenkt
"Die Markterwartungen für UMTS in Japan sind sehr niedrig", meint Bruce Kirk, ein Aktienanalyst bei KBC Securities."Ich glaube nicht, dass wir in den nächsten zwölf Monaten ein volles kommerzielles Service sehen werden."
Hauptkonkurrenzt NTT DoCoMo hat mit erwarteten Killerapplikationen wie Videoconferencing und schnellem Netzzugang unrealistische Prognosen verkündet. Nun hat das Unternehmen die Prognose für März 2003 von einer Mio. auf 0,32 Mio. Kunden gesenkt. Hauptprobleme sind die geringe Reichweite der Zellen sowie die kurze Akkulaufzeit der Endgeräte.
"Die 3G-Handsets werden erst bis Mitte 2003 befriedigend funktionieren", mein Kirk Boodry, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein.
J-Phone möchte Kunden vor allem mit internationalem Roaming anziehen. Durch den Einsatz von Dual-GSM/UMTS-Telefonen soll das Roaming vor allem in europäischen Ländern ermöglicht werden.
Hersteller sollen flotter produzieren
Vodafone will nicht nur die Möglichkeiten und die Kundenakzeptanz von UMTS testen, sondern hofft auch, dass die verstärkte Nachfrage nach Endgeräten endlich die Hersteller dazu bewegt, rascher und günstiger UMTS-Handsets anzubieten. Im Gespräch sind die Unternehmen NEC, Sanyo und eventuell Nokia.
