Molekül speichert digitales Bild
US-Wissenschaftler haben ein Bild aus 1.024 Bits in einem einzigen Molekül gespeichert.
Forscher der Universität von Oklahoma haben herausgefunden, dass die 19 Wasserstoffatome in einem einzelnen Flüssigkristallmolekül bis zu 1.024 Bits an Information speichern können.
Die Daten werden dabei in den komplexen Wechselwirkungen der magnetischen Momente der Protonen gespeichert.
Die "molekulare Fotografie" soll eines Tages dazu verwendet werden, große digitale Datenmengen auf kleinstem Raum zu speichern, hoffen zumindest die Forscher. Doch die Entwicklung steckt im Moment noch in der Experimentierphase, wie ein Mitglied der Forschergruppe, Bing Fung, zugibt.
In ihren Experimenten haben die Forscher in einem Molekül ein quadratisches Schwarz-Weiß-Bild mit 32 Pixel Kantenlänge gespeichert. Das Bild wurde dazu in Binärzahlen [0 und 1] codiert, um leichter für den Computer verarbeitbar zu sein.
Universität von Oklahoma1.024 Radiofrequenzen mit 400 Megahertz
Dann feuerten sie einen elektromagnetischen Impuls, der 1.024 verschiedene Radiofrequenzen enthielt, mit annähernd 400 Megahertz auf das Molekül.
Jede Frequenz hatte entweder eine Amplitude, dargestellt durch "1", oder nicht, dargestellt durch "0". Derart wurde die Information dem Molekül eingepägt.
Mit einem zweiten Impuls, bei dem die Frequenzen leicht verschoben waren, und Messung der konsequenten Änderungen konnten die Informationen wieder herausgelesen werden.
Laut Fung könnte es möglich sein, noch mehr Information auf den Kernen dieser Art von Molekül zu speichern, aber dazu sei über die Natur der Spinwechselwirkungen noch zu wenig bekannt.
