02.12.2002

DOWN UNDER

Bildquelle: PhotoDisc/ORF.at

Apple pocht auf Namensrechte

In Australien hat Apple einen Telefonanbieter wegen gleichen Namens geklagt.

Die drei Jahre alte Firma "Apple Telecommunications" sollte den Namen ändern und 100.000 USD Kompensationzahlung leisten.

Firmeneigentümer Daniel Cheng versteht den Unmut des Computerherstellers allerdings nicht und beharrte anfangs auf seinem Namen. Mittlerweile hat er den Namen seiner Firma auf "Green Communications" geändert und die geforderte Summe bezahlt.

"Ich habe weder die Zeit noch die finanziellen Reserven, um einen Präzedenzfall auszujudizieren", erklärt er die Umbenennung seiner Firma.

Nur Ausnahmen für Obsthändler

"Es ist lächerlich. Mein Logo basiert auf der Apfelsorte Granny Smith, ihr Logo ist rot und hat ein Blatt und einen Einbiss auf der Seite. Ich verkaufe digitale Kommunikation, sie verkaufen Computerhardware. Wo ist da die Verbindung?" meint Cheng.

Apple Australien verwies auf die einzigen Ausnahmen für Obsthändler. Doch ein Blick in das australische Telefonbuch zeigt, dass noch eine ganze Menge anderer Firmen demnächst einen Brief von Apples Anwälten bekommen könnten.

So könnte Apple International Motor Inn [Orange, NSW] genauso seinen Namen ändern müssen wie Apple Carpet Cleaning Co [Russel Lea, NSW] und Apple Apparel [Springvale, Victoria].

Cheng hat den Kampf schon vor Beginn aufgegeben. Er hat seine Firma letzte Woche in Green Communications umbenannt, nachdem er sich mit Apple um 100.000 USD geeinigt hat.

"Wie eine Ameise zerquetscht"

"Sollte es jemals einen Fall gegeben haben, dass eine Ameise zerquetscht wurde, nur weil sie da war, dann ist das hier der Fall", meint Cheng.

Die Forderung von Apple, auch die Anwaltskosten zu übernehmen, weist Cheng entschieden von sich. "Eher friert die Hölle zu, bevor ich das mache. Ich gebe das Geld lieber für eine Werbekampagne aus, um meinen Kunden zu erklären, dass sich unser Name geändert hat."