Siemens will Handysparte nicht verkaufen
Der Elektronikkonzern Siemens hat in einem Zeitungsinterview Spekulationen über einen Verkauf seiner Handy-Sparte zurückgewiesen.
"Ich sage heute und werde morgen sagen: Wir sind ein Komplettanbieter: von der Infrastruktur über Mobilfunkanwendungen bis zu Handys", sagte Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht in einem vorab veröffentlichten Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Kooperation im UMTS-Bereich
Anfang Oktober hatte es US-Presseberichte über einen möglichen
Umbau der Mobilfunkaktivitäten der Siemens AG gegeben. Berichte,
wonach Siemens mit dem US-Handyhersteller Motorola einen Tausch von
Mobilfunkaktivitäten verhandele, kommentierte Siemens damals nicht.
Indes stellte der Münchner Konzern klar, sich nicht von seinem
Mobilfunk-Bereich trennen zu wollen. Siemens kooperiert bereits mit
Motorola bei UMTS-Handys.
SiemensSchwieriges Branchenumfeld
Zugleich zeigte sich Lamprecht in dem Interview trotz des schwierigen Branchenumfelds zuversichtlich, das vom Konzern gesetzte Renditeziel für die Mobilfunk-Sparte bis 2004 zu erreichen. "Noch sind wir weit davon entfernt. Wir arbeiten aber mit höchster Priorität daran. Dass wir dieses Jahr in einem desaströsen Umfeld ein positives Ergebnis hingekriegt haben, macht uns zuversichtlich, das Ziel zu erreichen", zitierte das Blatt Lamprecht weiter.
