Strategiewechsel bei Novell Österreich
Novell will sich auf dem heimischen Markt verstärkt als Lösungsanbieter positionieren. "Wir sind nicht mehr nur eine Netzwerk-Company", erklärte Peter Latzenhofer, Geschäftsführer von Novell Österreich, heute bei einer Pressekonferenz in Wien.
Stattdessen will sich Novell strategisch auf drei Kernbereiche im webbasierten Unternehmensalltag ausrichten. Dazu organisiert das Unternehmen sein Software-Angebot in die drei Produktfamilien "Novell exteNd", "Novell Nsure" und "Novell Nterprise" um. Ergänzt wird die Strategie durch das "Ngage"- Beratungs- und Serviceangebot über Partner.
Novell Österreich konnte im vergangenen Jahr ein Wachstum von 17 Prozent verzeichnen. Dieser Wert wurde laut Latzenhofer vor allem in Bereichen wie Identity Management und Single Sign-on erzielt. "Die weitere Entwicklung wird vor allem vom Entstehen von Directory-enabled-Webservices getrieben."
Q3 2002: Novell meldet Plus statt MinusVorstand entscheidet IT-Themen
Novell reagierte mit der Vereinfachung seines Angebots auch auf den Umstand, "dass Entscheidungen zur IT-Ausstattung zunehmend in den Vorstandsetagen getroffen werden".
Das Unternehmen sah sich daher in der Vergangenheit zunehmend vor dem Problem, sein Angebot von rund 200 verschiedenen Produkten "nicht mehr vermitteln zu können". Mit der Umstellung auf eine Dreisäulenstrategie hofft das Unternehmen dagegen wichtige Themenbereiche auf dem Markt besetzen zu können.
Während Nsure vor allem Verzeichnis-Dienste für das sichere Identitätsmanagement und Single-Sign-on-Services beinhaltet, deckt exteNd plattformübergreifende Web-Lösungen ab. Diese sollen vor allem den Informationsaustausch zwischen bestehenden Systemen ermöglichen. Nterprise stellt die Infrastruktur-Schiene von Novell dar, unter der Produktfamilien wie NetWare für die Verwaltung von Netzwerkservices, die Arbeitsgruppen-Software GroupWise und ZenWorks für die zentrale Verwaltung von Geräten zusammengefasst werden.
