Vivendi Universal enttäuscht im Quartal
Der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal hat im dritten Quartal den Betriebsgewinn um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert, damit die Erwartungen der Analysten aber nicht ganz erfüllt.
Der Betriebsgewinn sei auf 1,205 Mrd. Euro gestiegen, teilte der französisch-amerikanische Konzern in Paris mit. Analysten hatten mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 1,4 Mrd. Euro gerechnet.
Der weltweit zweitgrößte Medienkonzern, der derzeit mit massiven Umstrukturierungsplänen gegen seine Milliardenschulden kämpft, verbuchte einen Nettoverlust von 1,234 Mrd. Euro. Der operative Gewinn beim Telekom-Unternehmen Cegetel, an dem Vivendi 44 Prozent hält, stieg den Angaben zufolge um 64 Prozent auf 460 Mio. Euro.
Vivendi trennt sich vom klassischen KerngeschäftKredit gewährt
Banken haben Vivendi Universal unterdessen einen Kredit über eine Mrd. Euro gewährt. Die neue Kreditlinie ersetzt den Überbrückungskredit in der Höhe von drei Mrd. Euro, den der Konzern wegen des Verkaufs einiger Beteiligungen nicht mehr benötigt.
Damit stärkt das Unternehmen seine Position im Kampf um das profitable Telekom-Unternehmen Cegetel.
