Vivendi verkauft Teile der Wassersparte
Der Medienkonzern Vivendi Universal hat die Hälfte seines Anteils an dem Wasserversorger Vivendi Environnement für insgesamt 1,856 Milliarden Euro an eine Investorengruppe verkauft.
Damit will Vivendi seine Schulden von mehr als 19 Milliarden Euro reduzieren. Die Investoren bezahlten für den 20,4-prozentigen Anteil 22,50 Euro pro Aktie, teilte Vivendi Universal am Sonntag mit.
Die Käufer erhielten zudem eine Option auf den verbleibenden 20,4-Prozent-Anteil zu einem Preis von 26,50 Euro je Aktie, die bis Ende 2004 ausgeübt werden könne. Zur Investorengruppe gehören praktisch alle französischen Banken.
Im Juni hatte Vivendi bereits 21 Prozent seiner Anteile verkauft. Im September hatte es noch geheißen, man wolle das Wassergeschäft mit 42 Prozent behalten. Doch die drückenden Schulden und das Kaufinteresse an dem französischen Mobilfunker Cegetel scheinen die Meinungen geändert zu haben.
Gericht gibt Vivendi Chance auf Cegetel"Wichtiger Meilenstein"
Der Verkauf "stellt einen wichtigen Meilenstein in der finanziellen Umstrukturierung von Vivendi Universal dar und erlaubt es, die finanzielle Flexibilität deutlich zu verbessern", teilte das Unternehmen mit.
In der vergangenen Woche sind die Papiere von Vivendi Environnement in Erwartung des Verkaufs gestiegen. Am Freitag wurden sie bei 25,00 Euro gehandelt.
Das Angebot einer amerikanischen Investorengruppe von 20 Mrd. USD für seine US-Unterhaltunssparte hatte Vivendi letzte Woche als "zu niedrig" abgelehnt. Es entspreche außerdem nicht der Strategie des Unternehmens, diesen Bereich abzugeben.
20 Mrd. zu wenig für Vivendi-Unterhaltung
