Empörung über Terroristen in "Hitman 2"
In Großbritannien hat der Handel nach Klagen von Konsumenten den Verkauf von "Hitman 2" gestoppt.
In dem Game spielt man einen Auftragsmörder, der ausgestattet mit allen nur denkbaren Waffen, seine zahlreichen Gegner eleminieren muss. Ein Level spielt in einem Tempel, in dem man Personen mit Turbanen töten muss.
Im Spiel sind die Turbanträger als Terroristen klassifiziert, worauf es Beschwerden von Konsumenten hagelte, die das Spiel als rassistisch und beleidigend gegen die indische Galubensgemeinschaft der Sikhs empfanden.
Turban ist Zeichen der Sikhs
Der Sikhismus wurde Anfang des 16. Jahrhunderts in Indien gegründet. In Abgrenzung zum Hinduismus glauben die Sikhs nur an einen Gott, und sie lehnen das Kastenwesen strikt ab. Als Zeichen für ihre Religionszugehörigkeit dürfen sie ihre Haare nicht abschneiden, weshalb vor allem die Männer sie immer unter großen Turbanen verstecken. Weltweit hat der Sikhismus etwa zwanzig Millionen Anhänger, in Indien stellen sie knapp zwei Prozent der Bevölkerung.
Eidos: "Level wird entfernt"
Das Level-Szenario sieht weiters dem realen Schauplatz eines Massakers von 1984 im Goldenen Tempel im indischen Amritsar verblüffend ähnlich, damals kamen hunderte Sikhs durch die indische Polizei ums Leben.
Der Handel hat daraufhin mit einem sofortigen Verkaufsstopp des Spiel reagiert.
Eidos, Publisher von "Hitman 2" hat sich inzwischen bei den Sikhs und allen anderen Käufern entschuldigt und versprochen, dass das Level aus neuen Auflagen des Spiels gestrichen wird. In der GameCube-Version sei das Level bereits nicht mehr enthalten.
