Bieterschlacht um US-Mobilfunklizenzen
In den USA werden derzeit 1.122 Lizenzen für Handyfrequenzen versteigert - T-Mobile zählt zu den aggressivsten Bietern.
Die Versteigerung weiterer Mobilfunklizenzen in den USA nähert sich dem Ende, und die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile liegt auch nach 141 Bieterrunden weiter vorn.
T-Mobile hat bisher die höchsten Gebote für 119 Lizenzen, etwa für die großen Märkte New York City und Chigago, abgegeben und dafür fast 4,2 Milliarden Dollar in den Ring geworfen.
Verizon auf Platz zwei
Auf dem zweiten Platz liegt Konkurrent Verizon Wireless. Das Gemeinschaftsunternehmen von Verizon Communications und der britischen Vodafone bot bisher für 13 Lizenzen 2,8 Milliarden Dollar, darunter für Gebiete im Nordosten und Südosten der USA.
Für 3G-Ausbau
Insgesamt kommen 1.122 Lizenzen für zusätzliche Sendefrequenzen unter den Hammer. Zur Versteigerung stehen Lizenzen für unterschiedlich große Regionen, von Großräumen bis zu ländlichen Gebieten.
Mit ihnen können die Bieter ihre bestehenden Netze ausbauen oder sie für den Mobilfunk der dritten Generation [3G] nutzen, um neue Dienste wie mobiles Breitband-Internet anzubieten.
Weiter an dritter Stelle liegt das Bieterkonsortium SpectrumCo, das der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel mit den Kabelanbietern Comcast und Time Warner Cable bildet. SpectrumCo bot bisher für 137 Lizenzen fast 2,4 Milliarden Euro. Der größte US-Mobilfunkanbieter Cingular Wireless liegt mit 1,3 Milliarden Dollar für 48 Lizenzen auf Platz fünf.
T-Mobile will wachsen
T-Mobile USA galt schon vor der Auktion als aggressiver Bieter. Auf vielen Märkten hat der mit Abstand kleinste der vier landesweiten Mobilfunkanbieter weniger Mobilfunkkapazitäten als die Rivalen und will zudem 3G-Dienste anbieten. Das US-Mobilfunkgeschäft ist der Wachstumsmotor im Telekom-Konzern.
Gebote über 13,9 Mrd. Dollar
Insgesamt lagen der US-Telekommunikationsaufsicht FCC nach der 141. Runde und vor der Fortsetzung der Auktion am Freitag Gebote über fast 13,9 Milliarden Dollar vor.
Experten hatten Einnahmen von bis zu 15 Milliarden Dollar erwartet. Für 34 Lizenzen gibt es noch keine Höchstgebote. Die Versteigerung endet, wenn es keine Gebote, keine Ausstiege oder andere Aktivitäten mehr gibt.
(Reuters)
