EU kündigt Prüfung des Office-Pakets an
Microsoft bleibt weiterhin im Visier der EU-Wettbewerbshüter - Kommissarin Neelie Kroes hat eine Prüfung der Bürosoftware Office 2007 angekündigt.
Die EU-Wettbewerbskommission will nun auch Beschwerden zur Bürosoftware Microsoft Office prüfen. Das erklärte die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes am Donnerstag in einer Rede in New York, nannte dabei aber keine Einzelheiten.
Microsoft hatte angekündigte, dass die nächste Programmversion, Office 2007, keine Möglichkeit zum Speichern von Dokumenten im beliebten PDF-Format enthalten werde. Die Rechte für PDF liegen beim Softwarehersteller Adobe Systems.
Offener Wettbewerb und Innovation
Kroes erklärte auf der Konferenz zum Internationalen Kartellrecht, Ziel der EU sei ein offener Wettbewerb, der zu mehr Innovationen und niedrigeren Preisen für Konsumenten führe.
Erst am Dienstag hatte die EU Microsoft gemahnt, mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista die Anbieter von Sicherheitssoftware nicht auszuschließen.
Im Zusammenhang mit einer Kartellklage gegen Microsoft wegen der Offenlegung der Schnittstellen des Windows-Betriebssystems für Server hatte die EU schon drastische Strafen in Millionenhöhe gegen den Konzern verhängt. Microsoft hat gegen die Entscheidung aber Berufung eingelegt.
(APA | AP)
