21.11.2002

TREND

IBM reduziert Garantie für Festplatten

Im September haben Maxtor, Seagate und Western Digital die Garantiezeiten zahlreicher Desktop-Festplatten von drei auf ein Jahr verkürzt. Nun zieht auch IBM nach und reduziert die freiwillige Herstellergarantie für alle Modelle bis zwei MB Cache.

Betroffen sind alle Festplatten, die nach dem 15. November 2002 verkauft wurden oder werden.

Keine Qualitätsfrage

IBM betont, dass die Senkung nichts mit einer angeblich schlechteren Qualität zu tun habe und erhöhte Fehlerraten bei diesen Modellen statistisch nicht festgestellt wurden.

Stattdessen lägen die Gründe im gestiegenen Kostendruck und den gesunkenen Margen in diesem Marktsegment.

IBM weist Fachhändler aber darauf hin, dass sie bei den genannten Festplatten dennoch eine Dreijahresgarantie bekommen könnten. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Geräte beim Distributor MCE kaufen. Dieser stehe auch im zweiten und dritten Jahr nach dem Kauf für einen Garantiefall ein.

Unabhängig von IBMs Ankündigung müssen Fachhändler seit 1. Jänner 2002 dem Endkunden eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren einräumen.

Heikel und kostspielig kann die Angelegenheit für größere Unternehmen mit vielen PCs und Servern werden. Denn immer häufiger laufen IDE-Festplatten in Servern und Arbeitsplatzrechnern im 24-Stunden-Betrieb. Doch die Laufwerke sind nicht für den Dauerbetrieb konzipiert.